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| Nachrichten |
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| Entscheidungen des BundesturnierdirektorsIm Downloadbereich sind drei neue Entscheidungen des Bundesturnierdirektors in einer anonymisierten Fassung nachzulesen. Klaus Deventer, Stv. SR-Obmann
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| Lehrgang für angehende FIDE-Arbiter in Linz/Österreich Der Österreichische Schachbund organisiert vom 24.-27. Mai 2012 in Linz einen Schiedsrichterlehrgang, in dem nach den FIDE-Bestimmungen die zur Erlangung des Titels „FIDE Arbiter“ erforderliche Lehrgangsnorm erworben werden kann. Der Lehrgang kann auch von deutschen Schiedsrichtern besucht werden. Teilnahmevoraussetzung ist für DSB-Schiedsrichter eine gültige Lizenz als Nationaler Schiedsrichter. Die Teilnahme am Lehrgang wird als Weiterbildung im Sinne der DSB-Rahmenrichtlinien für die Schiedsrichterausbildung anerkannt. Die erfolgreiche Ablegung der Prüfung gilt zugleich als "Prüfung zur Lizenzbestätigung". Referenten werden die ISR Werner Stubenvoll und Hans Stummer (beide Österreich) sein. Der Lehrgang wird in deutscher Sprache durchgeführt. Die Lehrgangsgebühr beträgt 120,00 € (ohne Unterkunft und Verpflegung). Nähere Einzelheiten zum Lehrgang können der anhängenden Ausschreibung entnommen werden. Anmeldungen können unmittelbar bei Werner Stubenvoll unter der E-Mail-Adresse werner.stubenvoll@liwest.at vorgenommen werden. Der DSB wird erst im nächsten Jahr, voraussichtlich im März 2013, wieder einen FA-Lehrgang anbieten. Klaus Deventer, Stv. Schiedsrichterobmann des DSB Den Link zur Ausschreibung mit allen Informationen finden Sie hier. [Datensatz als PDF anzeigen] | |
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| Neue Titel beim 2. Presidential Board Liebe Schachfreunde,
vom 4. bis zum 7. Juni 2011 tagte in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum zweiten Mal in diesem Jahr das Presidential Board (Präsidium) der FIDE. In diesem Rahmen wurde Ralf Schöngart zum Internationalen Schiedsrichter „befördert“. Gabriele Häcker, Lothar Oettel und Ingrid Voigt erhielten den Titel des FIDE-Schiedsrichters. Bereits im Februar wurde in Antalya (Türkei) Sven Baumgarten, Dieter Hess, Dr. Ulrich Hiemer und Jens Wolter der Titel des FIDE-Schiedsrichters verliehen. Nächste Gelegenheit für die Erlangung von Titeln ist der FIDE-Kongress im Oktober in Krakau. Die Antragsfrist hierfür läuft Mitte August 2011 ab. Thomas Strobl [Datensatz als PDF anzeigen] | |
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| Harte Strafen für drei Meisterspieler in Frankreich
Liebe Schachfreunde, heute möchte ich von einem Betrugsfall aus Frankreich berichten. Meine Ausführungen lehnen sich dabei an den Artikel auf der Internetseite Chessvibes an. Im März 2011 verhängte der Disziplinarausschuss der Französischen Schachföderation lange Strafen gegen drei Mitglieder wegen unsportlichem Verhalten. Der Ausschuss sah die drei Spieler Sebastien Feller, Arnaud Hauchard und Cyril Marzolo als überführt an, während der Olympiade in Chanty-Mansijsk betrogen zu haben. Sebastian Feller lieferte bei der Olympiade ein hervorragendes Ergebnis ab. Mit einer ELO von 2649 zeigte er an Brett 5 mit 6 Punkten aus 9 Partien und einer Performance von 2708 die beste Leistung. Arnaud Hauchard war der Kapitän der französischen Olympiamannschaft. Vermutlich lief der Betrug folgendermaßen ab: Marzolo analysierte die Stellungen und Hauchard fungierte als Mittelsmann. Die Züge wurden per SMS ausgetauscht. Die SMS enthielten als Telefonnummern getarnte Zahlenkombinationen. Die ersten beiden Ziffern waren immer 06, die beiden folgenden Ziffern gaben die Anzahl der Züge an, die fünfte und sechste Zahl gaben das Ausgangsfeld an, die siebte und achte Zahl das Zielfeld. Die letzten beiden Ziffern waren ohne Bedeutung. Dies entspricht der internationalen Schreibweise für Fernschach. Für die Übermittlung der Züge an Feller dienten die jeweiligen Gegner der französischen Mannschaft als Hilfsmittel. Der Gegner an Brett 1 stand für a und 1, der Gegner an Brett 2 für b und 2, usw. Wenn Hauchard zwischen den Tischen seine Runden drehte, einige Zeit hinter dem Gegner Brett 3 und sodann noch einige Zeit hinter dem Gegner Brett 2 stehen blieb, so signalisierte er damit das Feld c2. Ein anderes Mitglied der französischen Olympiamannschaft Laurent Fressinet analysierte zur Aufklärung des Sachverhalts im Nachhinein die Olympiapartien Fellers mit Firebird und kam zu dem Ergebnis, dass tatsächlich in mehreren Partien die meisten Züge mit den Vorschlägen des Schachprogramms Firebird übereinstimmten. Er wertete vier Partien aus: In den Partien gegen Gelaschwili und Efimenko entsprachen Fellers Züge immer der ersten Wahl von Firebird. Gleiches gilt auch für die Partie gegen Howell, allerdings mit Ausnahme der Zugwiederholung im 37. Zug. Gegen Timofeev entsprach ein Zug der zweiten Wahl, ein Zug der dritten Wahl und alle anderen der ersten Wahl, bis die Stellungsbewertung -5 war. Entdeckt wurde der Betrug durch die Vizepräsidentin des französischen Schachverbands. Diese hatte das Handy Marzolos bezahlt, während er in ihrem Unternehmen angestellt war, und deshalb Zugriff auf die Verbindungsdaten. Marzolo hatte während der Partien Fellers bei der Olympiade fast 200 SMS an Feller und Hauchard geschickt. Außerdem gab es wohl auch schon bei der Pariser Meisterschaft 2010 einen ähnlichen Verdacht. Im Übrigen soll Hauchard bei einem Mittagessen im Januar 2011 gegenüber einigen Mitgliedern der Olympiamannschaft die Betrügereien zugegeben haben. Dies genügte dem Disziplinarausschuss als Beweis, auch wenn ein französisches Gericht unter Hinweis auf das Briefgeheimnis verboten hatte, die Textnachrichten als Beweis für den Betrug heranzuziehen. Marzolo wurde für fünf Jahre von allen Schachturnieren ausgeschlossen. Feller wurde wegen seines Alters (19 Jahre) nur für drei Jahre gesperrt, wobei zwei weitere Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden mit der Auflage gemeinnütziger Arbeit in einem Verein oder Verband. Hauchard wurde lebenslang als Mannschaftsführer gesperrt. Das letzte Wort dürfte in dieser Sache aber noch nicht gesprochen sein. Sebastien Feller hat angekündigt, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen, was wohl auch geschehen ist. Denn an der Europameisterschaft in Aix les Bains Ende März 2011 durfte er teilnehmen. Thomas Strobl [Datensatz als PDF anzeigen] | |
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| Neue Downloads Liebe Schachfreunde, in den letzten Tagen habe ich die Unterseite Downloads aktualisiert. Zum Herunterladen stehen nunmehr aktualisierte Fassungen des Wertungsbestimmungen, der Titelbestimmungen für Spieler und Schiedsrichter, der Turnierregeln und der Paarungsregeln nach Schweizer System bereit, allerdings im wesentlichen nur auf Englisch. Auch wenn diese Dateien aus erster Hand stammen, erlaube ich mir jedoch Zweifel daran zu äußern, dass diese wirklich authentisch sind. Mir ist nämlich aufgefallen, dass teilweise diese Versionen Änderungen enthalten, die laut der abrufbaren Protokolle (Minutes) nicht beschlossen wurden. Teilweise wurden die Beschlüsse auch im FIDE-Handbook auf der FIDE-Homepage anders umgesetzt, als sie in diesen Fassungen formuliert sind. Zum Herunterladen gibt es weiterhin eine von mir verfasste und kommentierte Übersicht zu den aus den Protokollen zu entnehmenden Änderungen der Regelwerke, die gleichzeitig auch als Ergänzung zu dem von mir herausgegebenen Handbuch des FIDE-Schiedsrichters gedacht ist. Vielleicht ist auch der eine oder andere Abschnitt (z. B. die Darstellung der beiden zu Diskussion stehenden Varianten des beschleunigten Paarens im Schweizer System) geeignet, neue Diskussionen im Forum zu eröffnen. Thomas Strobl [Datensatz als PDF anzeigen] | |
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| Neue Website der FIDE Arbiters' Commission
Liebe Schachfreunde, es gibt eine neue Homepage für Schiedsrichter. Die FIDE Arbiters‘ Commission ist seit etwa zwei Wochen mit einer eigenen (englischsprachigen) Website online. Dort erhält man konzentriert Zugriff auf die für Schiedsrichter und Turnierorganisatoren bedeutsamen Inhalte der FIDE-Homepage. Über die Navigationsleiste gelangt man nicht nur zu den wichtigsten Abschnitten des FIDE-Handbuchs, sondern man findet auch Informationen über bevorstehende oder beendete Seminare sowie Listen über beantragte bzw. verliehene Schiedsrichtertitel und bestätigte Seminarnormen. So kann man zum Beispiel nachlesen, dass das FIDE Presidential Board Anfang Februar 2011 in Antalya vier deutschen Schiedsrichtern den FA-Titel verliehen und allen erfolgreichen Absolventen des FA-Lehrgangs in Oppenau die Seminarnorm bestätigt hat. Außerdem können Fragen an die FIDE Arbiters‘ Commission gerichtet werden. Link zur Website der FIDE Arbiters‘ Commission Link zum Bericht über den FA-Lehrgang in Oppenau Link zu den verliehenen Schiedsrichtertiteln und bestätigten Seminarnormen Thomas Strobl [Datensatz als PDF anzeigen] | |
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| | Jahrestagung der Schiedsrichterkommission am 08.01.2011 in Kassel Bei der Tagung waren Klaus Deventer, Jürgen Klüners, Jürgen Kohlstädt, Thomas Wiedmann und als Gast Ralph Alt anwesend.
Ein wesentliches Thema war die Vorplanung der Schiedsrichterlehrgänge in 2011. Es werden zwei Lehrgänge angeboten: - Nachschulung für NSR (mit Prüfungsmöglichkeit zur NSR-Lizenzbestätigung);
- FSR-/ISR-Fortbildung, Schwerpunkt Erfahrungsaustausch auf erhöhtem, auch internationalem, Niveau (mit Prüfungsmöglichkeit zur NSR-Lizenzbestätigung).
Termine und Orte werden noch festgelegt und rechtzeitig bekannt gegeben. Ein zweites Hauptthema waren Kriterien für Vorschläge an die FIDE zur Ernennung von FIDE-Schiedsrichtern (FSR) und Internationalen Schiedsrichtern (ISR). Diese Regelungen basieren auf den Vorgaben der FIDE und wurden bisher im Prinzip schon so gehandhabt, wobei die DSB-Schiedsrichterkommission vereinzelt schärfere Maßstäbe angelegt hat. Jetzt wurden die Kriterien zwecks besserer Reproduzierbarkeit festgeschrieben. Generell: Die SRK schlägt nur Kandidaten vor, die sie für uneingeschränkt geeignet hält, und entscheidet darüber gemäß den Rahmenrichtlinien mit 2/3-Mehrheit. Für FSR ist erforderlich:
- gültige NSR-Lizenz,
- (4) gültige Normen gemäß FIDE-Vorgaben (SRK prüft korrektes Zustandekommen der Norm nach),
- mindestens zwei Normen sollen aus dem Inland stammen (über begründete Ausnahmen entscheidet die SRK),
- es werden nur Normen anerkannt, die nach vorliegender NSR-Lizenz erzielt wurden.
=> Der NSR wird auf Antrag zum FSR vorgeschlagen. Für ISR ist erforderlich - gültige NSR-Lizenz und FSR-Titel,
- (4) gültige Normen gemäß FIDE-Vorgaben (bestätigt durch einen ISR),
- mindestens zwei Normen sollen aus dem Inland stammen (über begründete Ausnahmen entscheidet die SRK),
- es werden nur Normen anerkannt, die nach Erlangung des FSR-Titels erzielt wurden,
- Normen gelten bei mindestens 9-Runden, jedoch kann eine Norm aus 7-Runden anerkannt werden,
- Normen aus dem Ligenbetrieb auf Bundesebene können anerkannt werden bei 9 Einsätzen in der 1. und 2. Bundesliga (Frauen oder Männer) innerhalb von drei Spielzeiten.
=> Der FSR wird auf Antrag und nach Prüfung und Abstimmung durch die SRK zum ISR vorgeschlagen. Ein drittes Thema, neben dem üblichen Routinegeschäft, waren zwei Anpassungen bei den Rahmenrichtlinien für die Schiedsrichterausbildung: Es wird ein Mindestalter von 14 Jahren für den Erhalt der Turnierleiterlizenz eingefügt und die „Übergangsregelung“ für Lizenzen von vor 31. März 1999 wird gestrichen. Thomas Wiedmann [Datensatz als PDF anzeigen] | |
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| Neue Auslegungshinweise der Schiedsrichterkommission
Liebe Schachfreunde, die neuen Auslegungshinweise der DSB-Schiedsrichterkommission gem. dem Beschluss vom 09.01.2010 sind jetzt online (siehe Abschnitt Regelauslegung). Für PDF-Version bitte hier klicken.
Thomas Strobl
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